Stilmittel begegnen uns in fast jedem Text. Bei Stilmitteln handelt es sich um sprachliche Gestaltungsmittel, die einen Text anschaulicher machen.
Sie werden verwendet, um eine Textstelle zu betonen, zu veranschaulichen oder einprägsamer zu machen.
Adynaton | Nennt einen unmöglichen Sachverhalt. | „Ich springe mit dir Fallschirm, wenn meine Katze sprechen kann.“ |
Antiklimax | Dreigliedrige, stufenartige Reduktion nach Größe oder Wichtigkeit. | Dort stehen sie, die Köche, Kellner und Spülhilfen |
Antithese | Zusammenstellung entgegengesetzter Begriffe oder Aussagen. | Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. |
Aposiopese | Abbrechen eines Satzes, bevor das Wesentliche gesagt wurde. | Wenn ich dich erwische […] |
Archaismus | Bewusster Einsatz eines veralteten Begriffs. | Mein Oheim ist zu Besuch. |
Asyndeton | Aufzählung von min. drei Satzgliedern oder Wörtern, die gleichgestellt sind. | Was gibt es Schöneres, Lebendigeres, Spannenderes, Umwerfenderes als Sprache? |
Bathos | Hoher (moralischer) Wert wird mit einem niedrigen verknüpft. | Das Unwetter gestern forderte 10 Menschenleben – Hans hat seither einen feuchten Keller. |
Contradictio in adiecto | Verbindung aus Adjektiv und Substantiv, die sich inhaltlich ausschließen. | stummer Schrei. |
Correctio | Aussage wird unmittelbar zurückgenommen und durch einen schwächeren / stärkeren Ausdruck ersetzt. | Du siehst gut – nein! – wunderschön aus. |
Diminutiv | Verniedlichung. Eigentlich grammatische Form, kann aber als Stilmittel eingesetzt werden. | Wo ist mein Mörderchen? |
Emphase | Hervorhebung eines Begriffs, um ein besonderes Merkmal des Begriffs zu zeigen. | Hier bin ich Chef! |
Enumeratio | Aufzählung. Ähnelt der Akkumulation. | Ich nehme mit: Klamotten, mein Ticket und ein Handtuch. |
Epiphrase | (scheinbar) Vollständiger Satz wird um einen Nachtrag ergänzt. | Ich mag dich – ganz besonders, wenn Du nicht da bist. |
Hyperbel | Starke Übertreibung | Ich weinte ein Meer aus Tränen. |
Hysteron-Proteron | Umkehrung der logischen / zeitlichen Abfolge. | Ihr Mann ist tot und lässt sie grüßen. |
Ironie | Das Gegenteil des Gesagten ist gemeint und der Empfänger weiß darum. | Ich freu mich ja so Die wieder Geld zu leihen. |
Neologismus | Wortneuschöpfung, die Einzug in den Sprachgebrauch findet. | Unsere Beziehung ist unkaputtbar/beinhart. |
Okkasionalismus | Spontane, oft einmalige Wortneuschöpfung. | Hannes ist so ein Nureinbiertrinker. |
Oxymoron | Zwei Begriffen werden kombiniert, die sich gegenseitig ausschließen. | Sie fielen in stürmisches Schweigen |
Parenthese | Unterbrechung eines Satzes durch den Einschub eines anderen Satzes. | Ich möchte, gewähre mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte sein. |
Personifikation | Lebloses wird mit Eigenschaften / Handlungsweisen ausgestattet, die Lebewesen zu eigen sind. | Die Sonne lacht. Die Mauer war traurig. |
Polysyndeton | Verbindung gleichgestellter Wörter / Satzglieder durch Wiederholung der gleichen Konjunktion. | Ich küsse und liebe und vermisse dich. |
Rhetorische Frage | Frage, deren Antwort bekannt ist – Sprecher erwartet keine Antwort. | Sehe ich so aus, als wäre ich deine Putzfrau? |
Sarkasmus | Beißender, bitterer Spott oder Hohn. | Gab’s das Kleid nicht in deiner Größe? |
Synästhesie | Vermischung von Sinneseindrücken. | Der Glockenklang riecht morgens besser. |
Tautologie . | Dasselbe wird mit anderen Wörtern erneut gesagt. | Ich werde nie und nimmer heiraten |
Understatement | Eine Untertreibung, die abschwächend wirkt. | Im Zweiten Weltkrieg hat sich Deutschland mit den anderen gehörig in die Haare gekriegt. |
Vergleich | Direktes Gegenüberstellen zweier oder mehrerer Sachverhalte. | Unsere Greta ist stark wie eine Löwin. |